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Menschenwürdige Aufnahme
für alle Schutzsuchenden

Aktuelle Projekte

Projekt: Halt geben – Weg weisen – Peer-Pat*innen für vulnerable Jugendliche

„Halt geben, Weg weisen – Peer-Pat*innen für vulnerable Jugendliche“

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2030

Infos zum Projekt:

Alltagsnahe Unterstützung für geflüchtete Jugendliche

Junge Menschen von 14 bis 27 Jahren, die alleine oder mit Angehörigen nach Deutschland geflüchtet sind, sollen in einer sensiblen Lebensphase, wenn der Aufenthalt und die Zukunftsperspektiven noch unsicher sind, gezielte individuelle Unterstützung erhalten.

Geflüchtete Jugendliche stehen vor zahlreichen Herausforderungen: Sie müssen sich in einer fremden Gesellschaft, Kultur und Sprache zurechtfinden. Durch die asylrechtlichen Rahmenbedingungen sind sie besonderen Benachteiligungen ausgesetzt. Die Lebensbedingungen in Asylbewerberunterkünften sind extrem belastend, und der häufig über Jahre hinweg unsichere Aufenthalt führt zu unsicheren Lebensperspektiven. Zusätzlich belasten sie oft psychische Traumata, etwa durch Kriegserlebnisse. Auch Eltern und Geschwister sind oft belastet und die Jugendlichen haben oft viele Aufgaben und Verantwortung in der Familie und wenig Freiraum für ihre eigene Entwicklung.

Unbegleitete Minderjährige müssen Flucht und Neubeginn ohne Angehörige bewältigen. Angesichts knapper Kapazitäten können sie nicht immer werden sie in Einrichtungen der Jugendhilfe aufgenommen werden. Teilweise werden sie in Hotels untergebracht und nur ambulant begleitet.

Ziel unseres neuen Projekts ist es, besonders belasteten Jugendlichen in dieser schwierigen Lebensphase Halt und Orientierung zu geben. Dazu werden sie in ihrem Alltag bedarfsorientiert und individuell durch Peer-Pat*innen begleitet. So kann verhindert werden, dass sich psychische Belastungen und soziale Marginalisierung chronifizieren, während Stabilisierung und Inklusion gefördert werden.

Das Herz des Projekts: die Peer-Pat*innen
Peer-Pat*innen sind engagierte junge Erwachsene, die vom PSZ ausgesucht, ausgebildet, eingesetzt und supervidiert werden. Wir möchten junge Menschen ermutigen, sich weiterhin für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft und die Inklusion von Geflüchteten zu engagieren. Gerade Menschen mit eigenem Migrationshintergrund sollen die Chance haben, diesen als Ressource zu erleben und zu nutzen und die positiven Erfahrungen durch das Projekt weitertragen!

Für den Einsatz als Peer-Pat*innen suchen wir Menschen, gerne mit eigenen Flucht- oder Migrationserfahrungen oder die in Familien mit diesem Hintergrund aufgewachsen sind. Wir suchen Menschen, die sich in den Sprachen der geflüchteten Jugendlichen verständigen und deren Lebenserfahrungen nachvollziehen können, die eine Brücke zur Aufnahmegesellschaft darstellen und bei der Inklusion unterstützen können. Sie können konkrete Ratschläge geben und ein Vorbild sein. Aus der Resilienzforschung ist bekannt: ein wesentlicher Schutzfaktor für Kinder, die in Hochrisiko-Situationen aufwachsen (und sowohl die Flucht als auch das Leben in Flüchtlingslagern ist als solche zu verstehen) ist es, wenn sie stabile Bezugspersonen außerhalb der Herkunftsfamilie haben, die als Ansprechpartner*innen und Rollenmodelle fungieren können. Die Unterstützung durch die Peer-Pat*innen soll dazu beitragen, dass die vulnerablen Jugendlichen die Herausforderungen des Umbruchs und Neubeginns möglichst unbeschadet überstehen.

Die Peer-Pat*innen unterstützen vulnerable Jugendliche in Bereichen, in denen sie Hilfe brauchen und die für die soziale Stabilisierung und Integration relevant sind, wo aber keine hauptamtlichen Fachkräfte zur Verfügung stehen. Insgesamt wollen wir ca. 180 vulnerable Jugendliche im Projektzeitraum zwischen 2026 und 2028 mit Peer-Pat*innen zusammenbringen. Die Jugendlichen erarbeiten mit den Peers niedrigschwellig Lebensbereiche, in denen sie Unterstützung benötigen. Die Peers können z.B. helfen, Anschluss im Sozialraum zu finden (Jugendzentren, Freizeitaktivitäten, Sport- und andere Vereine…), Bildungsperspektiven zu entwickeln (Zugang zu Schule, Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Ausbildung…). Sie entlasten bei überhöhten Verantwortungen im Familienverbund (Parentifizierung), indem notwendige Hilfen für Angehörige (Begleitung zu Ärzten, Ämtern etc.) organisiert werden. Sie sind Ansprechpartner*innen, um die Herausforderungen des Alltags in einer zunächst fremden Gesellschaft reflektieren, um den Jugendlichen zur Seite stehen und zu helfen, die Hürden zu überwinden. Wenn sich im weitere Bedarfe zeigen, helfen die Peers durch Weitervermittlung an entsprechende Strukturen (z.B. Jugendamt – Hilfen für junge Volljährige; psychotherapeutische Angebote…). Die Peer-Pat*innen werden durch die Fachkräfte im Projekt eng betreut und in ihrer Arbeit supervidiert, so dass sie ihren Klient*innen bedarfsgerecht zur Seite stehen können. Es finden konstante Trainings zur Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse statt.

Insgesamt wollen wir einen Pool an Peer-Pat*innen von ca. 20-50 Personen mit den Sprachkenntnissen unserer Zielgruppe (z.B. Arabisch, Dari/Farsi, Englisch, Französisch, Fula, Russisch, Kurmanci, Paschtu, Sorani, Türkisch, Ukrainisch) aufbauen.

Wie läuft die Begleitung ab?
Clearing:
Es finden Clearinggespräche mit Jugendlichen und ggf. deren Sorgeberechtigten statt, um die besondere Lebenssituation, die individuellen Hintergründe, Wünsche und Charakteristika sowie den konkreten Unterstützungsbedarf zu erheben. Bei Passung wird die Person ins Projekt aufgenommen.

Vermittlung / Matching:
Wenn eine Person als Klient*in im Projekt aufgenommen wurde, wird eine Peer-Pat*in aus dem Pool gesucht, die zu den Bedarfen passt. Es findet ein Kennenlernen-Gespräch im Beisein der Projektkoordination statt. Bei Passung wird ein Plan mit Inhalten und Zielen der Begleitung erstellt.

Begleitungsprozess:
Der / die Jugendliche und die Peer-Pat*in treffen sich regelmäßig, durchschnittlich 2 – 4 Stunden in der Woche und setzen die vereinbarten Ziele um. Peer-Pat*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 15 Euro pro Stunde, die im Rahmen der Ehrenamtspauschale abgerechnet wird. Nach ca. 6 Monaten wird der bisherige Prozess gemeinsam evaluiert und entweder eine weitere Begleitung mit aktualisierten Zielen vereinbart, oder die Begleitung kann
abgeschlossen werden. Sollte sich ein höherer Bedarf zeigen, werden zusätzliche Hilfen (Psychotherapie etc.) in die Wege geleitet.

Fortbildung und fachliche Begleitung der Peer-Pat*innen:
• Obligatorische Vorbereitungsschulungen zur Situation geflüchteter Jugendlicher, zu diskriminierungs- und traumasensibler Arbeit
• Supervision und Fallbesprechungen: Regelmäßige Treffen zur Reflexion der eigenen Arbeit und zum Austausch mit anderen Peer-Pat*innen.
Vertiefende Workshops und Seminare zu relevanten Themenbereichen, um das Fachwissen kontinuierlich zu erweitern.
• Bei akuten Fragen / Schwierigkeiten können die Peers kurzfristig fachliche Beratung und Unterstützung durch die Projektkoordination erhalten.

Beratung von Multiplikator*innen
Regelmäßige Telefonberatung für Fachkräfte der Jugendhilfe, der Sozialen Arbeit und der Arbeit mit Geflüchteten zur verbesserten Unterstützung vulnerabler Jugendlicher mit Fluchthintergrund, gleichzeitig Bekanntmachung des Projekts und des Unterstützungsangebots.

Haben Sie Interesse?
Wenn Sie Lust haben, sich als Peer-Pat*in zu engagieren oder Jugendliche kennen, die von einer Begleitung im Projekt profitieren würden, melden Sie sich gerne bei uns! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Projekt: Bundesprogramm für die Beratung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge

„Vulnerable Geflüchtete mit psychischen Belastungen besser versorgen – spezifische psychosoziale Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien sowie für allein reisende Erwachsene (u.a. Folterüberlebende)“

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:
Psychotherapie, v. a. mit traumatisierten Flüchtlingen, Fortbildungsangebote, v. a. für Fachkräfte im Gesundheitswesen und für Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Gerichten, Clearings, Stellungnahmen.

Projekt: „Düssel-Netz“ – „Düssel-Netz für schutzbedürftige Flüchtlinge“

 

 

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:
Im Rahmen dieses Projektes werden für psychisch belastete Geflüchtete in Düsseldorf frühzeitiger niedrigschwellige Termine angeboten und psychosoziale Bedarfe ermittelt. Es werden diagnostische Einschätzungen, psychologische Stabilisierung und psychosoziale Beratungen durchgeführt. Ziel ist eine möglichst weitgehende Weitervermittlung in Angebote der Regelversorgung. Durch Kooperationen, Fachberatungen und Fortbildungen werden diese dabei unterstützt, sich für diese Gruppe mit ihren oft komplexen Bedarfen mehr zu öffnen.

Weitere Infos als pdf

Projekt: „In2Balance“

 

Fortführung des Projektes In2balance über das Amt für Migration und Integration der Stadt Düsseldorf

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:
Stabilisierungsbegleiter*innen („Stabs“) unterstützen in ihren Erst – und Zweitsprachen gering bis mittelgradig belastete Geflüchtete, damit sich diese psychisch stabilisieren können. Die Stabilisierungsbegleiter*innen wurden bereits grundlegend qualifiziert und werden dabei durch zwei psychotherapeutisch erfahrene Koordinatorinnen sowie regelmäßige Gruppensupervision bei ihrer Arbeit unterstützt. Ziel des Projektes ist es, psychische Gesundheit bei mittelgradig belasteten Geflüchteten zu stabilisieren und psychische Störungen präventiv zu verhindern, sowie schwer belastete Geflüchtete möglichst zeitnah in eine passende Behandlungs- bzw. Unterstützungsform zu vermitteln.

Projekt: In schwierigen Zeiten erst Recht für Geflüchtete! Miteinander für Lebensperspektiven und Heilung nach Gewalt, Krieg und Folter

„In schwierigen Zeiten erst Recht für Geflüchtete! Miteinander für Lebensperspektiven und Heilung nach Gewalt, Krieg und Folter“

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:

Mit diesem Projekt werden Aktivitäten in den folgenden Arbeitsbereichen gefördert:
A. Klient*innenebene
Angebote für traumatisierte und psychisch belastete Flüchtlinge:
• Krisenintervention bei suizidalen Krisen, bei drohender Abschiebung, bei familiären Krisen
• psychosoziales Clearing, psychologische Diagnostik, Psychotherapie, Traumatherapie
• Erstellung psychologischer Gutachten und psychologischer, psychosozialer, ärztlicher Stellungnahmen für ausländer-, asyl- und sozialrechtliche Fragestellungen zur Vorlage bei Behörden, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, bei Gerichten sowie bei der Härtefallkommission und dem Petitionsausschuss.
• therapiebegleitende Sozialarbeit, insbesondere Beratung zu sozial-, asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen
• niedrigschwellige Ansprache Geflüchteter und stabilisierende Angebote sowie Informationen über und ggf. Vermittlung in Regelangebote durch Peers, fachlich begleitet durch zwei therapeutische Fachkräfte in mehreren Düsseldorfer Unterkünften (in2balance)
• Gruppenangebote (stabilisierende, therapeutische)
• Begleitung durch Ehrenamtliche
• Vermittlung in medizinische und psychotherapeutische Behandlung in der Regelversorgung und soweit möglich, begleitende Unterstützung, damit möglichst nachhaltig.

B. Multiplikator*innenebene
Netzwerkarbeit
Multiplikator*innenarbeit

Projektmaßnahmen sind dabei:
• Die Weiterentwicklung und auch einfach Weitergabe von Materialien, die ein frühzeitiges Erkennen von psychischen Belastungen insbesondere bei begleiteten asylsuchenden Kindern und Jugendlichen, Familien, Folterüberlebenden verbessern können
• Förderung des Wissens um Handlungsoptionen zur Abklärung und ggf. Unterstützung von Heilungsprozessen;
• Fortbildungen und Fachberatungen für Mitarbeiter*innen, Berater*innen, Verfahrens-berater*innen und Ehrenamtlichen gezielt auch in Landesunterkünften – mit besonderem Focus auf die Belastungen von Kindern und Jugendlichen, von Folterüberleben-den, LGBTQI* sowie Alleinerziehenden
• Therapeutische und stabilisierende Angebote Geflüchtete mit schweren Gewalterfahrungen;
• Wöchentlich offene Telefonberatungszeiten mit arabisch, englisch, französisch, russischsprechenden Mitarbeiter*innen, bei Bedarf in anderen Sprachen durch Rückruf
• Die Förderung von flüchtlingsspezifischen, trauma- und diversity-sensiblen Kenntnissen und Ansätzen bei Betreuer*innen, Pädagog*innen, Kinder- und Jugendtherapeut*innen, Ärzt*innen, Peers und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit psychisch stark belasteten Kindern, Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der Eltern/ Bezugspersonen sowie Überlebenden schwerer Gewalt und Folter;
• Geflüchtete zu unterstützen, aussagekräftige ärztliche Stellungnahmen und Atteste – wie vom Gesetzgeber gefordert – zu erhalten – und wo es unsere Kapazitäten ermöglichen, diese zu verfassen;
• Schutzbedürftige Asylbewerber*innen und ihren haupt- und ehrenamtlichen Unterstützer*innen fachkundig mit rechtlichem und psychotherapeutischem Rat dabei zu unter-stützen, ihren besonderen Schutzbedarf geltend zu machen und die bestehenden Spielräume hinsichtlich fachlicher Stellungnahmen auch aus psychologischer und psychosozialer Perspektive gezielt zu nutzen;
• Ein besonderes Augenmerk bei dem Thema Früherkennung psychischer Belastungen bei begleiteten Kindern und Jugendlichen und kultursensibler Ansprache und Einbeziehung der Eltern der Situation in Landes- und Gemeinschaftsunterkünften zu widmen;
• Eine enge Kooperation mit der Verfahrensberatung, den Beschwerdestellen und der Psychosozialen Erstberatung in Landesunterkünften sowohl in Einzelfällen als auch durch Fachgespräche und Schulungsangebote (die drohende Reduktion alleine auf die bundesgeförderte Verfahrensberatung beunruhigt uns sehr!);
• Sensibilisierung und Qualifizierung für Fachkräfte sowie Kooperation mit Beratungsstellen zur Vermittlung von fachlichen Kenntnissen und Handlungskompetenzen zu den Themenbereichen Recht, Trauma, Diversity in der Arbeit für Geflüchtete;
• Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen in schwierigen Einzelfällen, insbesondere im Kontext von Kirchenasylen;
• Sensibilisierung von Entscheidungsträger*innen auf kommunaler, Landes-und Bundesebene durch Fachgespräche, Lobby – und Öffentlichkeitsarbeit für die Bedarfe von traumatisierten Geflüchteten (auch anhand von anschaulichen Einzelfällen werden humanitäre Härten infolge von Gesetzeslage und Behördenpraxis nahegebracht),
• Erschließung neuer Netzwerkpartner*innen im Bereich integrativer Maßnahmen hinsichtlich Freizeit, Bildung und Arbeit – (mit dem beantragten AMIF-Projekt würde die Vernetzung vor allem zu Frauen- und LGBTQI* spezialisierten Beratungsstellen, NGOs ausgebaut werden);
• Gewinnung und fachliche Begleitung neuer Ehrenamtlicher in der Unterstützung von PSZ Klient*innen (hier sind auch die geplanten PEERs zu sehen);
• Koordinierung und Bündelung der Projektaktivitäten, um die einzelnen Maßnahmen in der Klient*innen-, der Multiplikator*innen, der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit aufeinander abzustimmen und dabei Kernthemen und Ergebnisse der Arbeit zu identifizieren,
• Um die einzelnen Maßnahmen effizient abzustimmen, ist eine kontinuierliche Koordinierung und Bündelung erforderlich, mittels interner Mitarbeiterfortbildungen, Konzept-teams, regelmäßige Projekt-Monitorings, Subteams zu spezifischen Themen, Entwicklung von internen Leitfäden und Standards, interkollegialer Unterstützung in Krisen.

Projekt: Psychosoziale Beratung – Förderprogramm „Soziale Beratung von Geflüchteten“

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:
Dieses Projekt fördert die psychosoziale Kernarbeit des PSZ für traumatisierte, psychisch belastete und besonders schutzbedürftige Geflüchteten aus allen Herkunftsländern, die noch nicht über einen auf Dauer angelegten Aufenthaltstitel verfügen.

Projekt: Überbrückung und kontinuierliche effiziente Beratung und Therapie für Geflüchtete durch erfahrene Fachkräfte

„Schutz und Sicherheit, Heilung und Zukunftsperspektiven für Überlebende von Menschenrechtsverletzungen, Folter, Krieg und Gewalt“

Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2026

Infos zum Projekt:
Das Projekt unterstützt geflüchtete Menschen mit psychosozialem Hilfebedarf in Düsseldorf – unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, Sprache, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Bildungsstand. Viele sind von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen, was ihre Stabilisierung massiv erschwert. Besonders Menschen ohne Deutschkenntnisse stoßen auf hohe Barrieren, da Hilfsangebote und Terminvergaben oft nur online zugänglich sind. Wir schaffen bewusst einen geschützten, barrierearmen Raum: persönliche Gespräche in Präsenz, qualifizierte Dolmetscher*innen auch für seltene Sprachen und Kommunikation auf Augenhöhe. Lediglich ein fester Aufenthaltsstatus schließt sich aus.

Projekt: „YTC – Youth Trauma Care“

Ein Kooperationsprojekt von:

Ausbau psychosozialer Unterstützungsangebote für schutzsuchende Kinder und Jugendliche

Projektlaufzeit: 01.07.2025 – 30.06.2028

Infos zum Projekt:

YTC – YouthTraumaCare:
Ausbau psychosozialer Unterstützungsangebote für schutzsuchende Kinder und Jugendliche

Laut Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge war 2024 die Mehrheit der Asylerstantragsteller:innen jünger als 30 Jahre alt und die größte Gruppe unter ihnen waren Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Schutzsuchende Jugendliche werden oft sehr früh Zeug:innen menschengemachter Gewalt oder erleben diese als direkt gegen sie gerichtet. Viele von ihnen sind deshalb psychisch stark belastet. Um psychosoziale Zentren, die sich diesem Problem und seinen Folgen annehmen zu fördern, haben sich Plan International Deutschland e.V., die BAfF – Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e. V., das PSZ Refugium Freiburg, Mosaik Leipzig – Kompetenzzentrum für transkulturelle Dialoge e.V., das PSZ Düsseldorf e.V. und das PSZ refugio thüringen e.V. zu einer Kooperation zusammengeschlossen und arbeiten seit Juli 2025 gemeinsam in dem Projekt YouthTraumaCare. Damit werden psychosoziale Unterstützungsangebote für schutzsuchende Kinder und Jugendliche ausgebaut. Das Projekt zielt darauf ab, eine psychosoziale Entlastung, Stabilisierung und Stärkung des Wohlergehens schutzsuchender drittstaatsangehöriger Kinder und Jugendlicher zu fördern.

1. Kurze Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts ist es, die psychosoziale Unterstützung für schutzsuchende Kinder und Jugendliche aus Drittstaaten in Deutschland zu verbessern. Junge Schutzsuchende haben oft schwere Traumata durch Gewalt, Krieg, Verluste oder Misshandlungen erlebt und sind auch nach ihrer Ankunft in Deutschland belastenden Lebensumständen ausgesetzt. Das erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörungen, Angsterkrankungen und Depressionen. Der Bedarf an spezialisierten, kinder- und jugendspezifischen Hilfsangeboten ist daher hoch. Das Projekt YouthTraumaCare trägt dazu bei, kinderfreundliche Unterstützungsangebote wie Beratung, Stabilisierung sowie Kurz- und Langzeittherapien in psychosozialen Zentren aufzubauen oder auszubauen. Ziel ist es, die Versorgungssituation für schutzsuchende Kinder und Jugendliche insgesamt zu verbessern und ihre psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken. YouthTraumaCare fördert die Schaffung stabiler Versorgungsstrukturen in mehreren psychosozialen Zentren, sensibilisiert Entscheidungsträger:innen für die Bedürfnisse der Zielgruppe und trägt damit zu ihrem Schutz und Wohlbefinden bei.

2. Das Projekt in der Übersicht:
Projektlaufzeit: 01.07.2025 bis 30.06.2028

Projektregion: Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg

Ziele: Das Ziel besteht darin, den Zugang zu altersgerechter psychosozialer Unterstützung langfristig zu verbessern und das Wohlergehen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen (bis 24 Jahre) sowie ihren Familien aus Drittländern in Deutschland zu stabilisieren und zu stärken.

Maßnahmen:
Kinder, Jugendliche und ihre Familien mit stark belastenden Erfahrungen werden in den psychosozialen Zentren durch alters- und gendergerechte psychosoziale und psychotherapeutische Angebote versorgt.
Ein Leitfaden zum Aus- und Aufbau von Angeboten für Kinder und Jugendliche in psychosozialen Zentren wird erarbeitet, um den bedarfsgerechten Ausbau der Unterstützungsangebote zu sichern.
Räume für den Austausch über bewährte Konzepte und Tools werden geschaffen.
Politische Entscheidungsträger:innen und die (Fach-)Öffentlichkeit werden für die Bedarfe migrationsspezifischer, psychotherapeutischer und psychosozialer Angebote für schutzsuchende Kinder und Jugendliche sensibilisiert.

3. Was wir für den Projekterfolg tun:
In den psychosozialen Zentren erhalten traumatisierte und schutzsuchende Kinder, Jugendliche und ihre Familien bedarfsgerechte psychosoziale und psychotherapeutische Unterstützung. Diese umfasst Erstgespräche, therapienahe Beratungen, Psychotherapie und übersetzungsgestützte Gruppenangebote.
Zur Verbesserung der Versorgung traumatisierter Kinder und Jugendlicher wird Öffentlichkeitsarbeit geleistet und Vernetzungen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgebaut, die sich mit diesem Thema beschäftigen. In der Projektlaufzeit finden Austauschtreffen zwischen lokalen Akteuren wie Schulen, Unterkünften, Beratungsstellen, Kliniken, politischen Akteur:innen und Jugendämtern statt, die zu diesem Thema arbeiten. Zur weiteren Vernetzung der Fachöffentlichkeit und zur Sensibilisierung von Entscheidungsträger:innen in Politik und Verwaltung wird ein Fachtag organisiert, um den Diskurs über die Notwendigkeit eigenständiger Kinder- und Jugendangebote in psychosozialen Zentren zu stärken.
Um qualitativ hochwertige Beratungsangebote durchführen zu können, konzentriert sich das Projekt darauf, die Kompetenzen und Expertisen der unterschiedlichen Partnerorganisationen zu bündeln und gemeinsam einen Leitfaden zu psychosozialer Unterstützung und Betreuung von schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten.
Darüber hinaus finden Schulungen zu kinderfreundlichen Feedbackmechanismen sowie zu gendertransformativer, inklusiver und nichtdiskriminierender Arbeit statt. Damit wird das Augenmerk auf die besonderen Schutzbedürfnisse von schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen gelenkt.

4. Förderung und Kooperation:

Weitere Förderer:

 

Des Weiteren bedanken wir uns ganz herzlich bei 

  • unseren zahlreichen Spender*innen
  • unseren Mitgliedern
  • Kirchengemeinden, die Kollekten spenden und 
  • Gruppen und Organisationen, die bei kreativen Aktionen Spenden für das PSZ sammeln.

Ohne diese Spendengelder und Kollekten-Mittel könnten wir den in vielen Projekten notwendigen Eigenanteil nicht aufbringen und diese nicht durchführen!

Vielen Dank!